Feierlichkeiten zu 90 Jahre Heimat- und Verschönerungsverein Oberachern e. V. am 28. September 2018.

Der Heimat- und Verschönerungsverein wurde im Jahre 1928 vom damaligen Oberacherner Bürgermeister und Sägewerksbesitzer Wilhelm Müller (Dichmüller) gegründet. Seit nunmehr 90 Jahren also arbeiten Generationen von engagierten Vereinsmitgliedern ehrenamtlich an Projekten zur Verschönerung und Bereicherung des Ortsbildes von Oberachern.

 

Aus Anlass dieses runden Vereins-Geburtstages hatte die Vorstandschaft alle aktiven Mitglieder nebst (Ehe-)Partner zu einem Jubiläumsabend ins Gasthaus „Grüner Baum“ in Mösbach eingeladen. Dieser fand am vergangenen Freitag statt.

 

In seiner Ansprache zählte der Vorsitzende Bernhard Keller einige der herausragenden Projekte auf, die vom Verein verwirklicht wurden, und dankte allen Mitgliedern für ihr Engagement. Auch bei seinem ehrgeizigen Ziel „1000 Mitglieder für den HVO“ sei er auf gutem Weg: erst vor Kurzem habe er von einem Oberacherner die Anmeldungen von über 50 Neumitgliedern erhalten, die dieser geworben hatte. Die Mitgliederzahl erhöhte sich damit auf insgesamt 915.

Der anwesende Pfarrer Martin Karl trat daraufhin spontan als 916. Mitglied in den HVO ein.

 

Oberbürgermeister Klaus Muttach dankte in seinem Grußwort ebenfalls dem Verein für sein vielfältiges Wirken: “Wer durch Oberachern geht, trifft im Minutentakt auf eine der Arbeiten des HVO, die den Ort lebens- und liebenswerter macht“ meinte das Stadtoberhaupt. Er lobte auch die Zusammenarbeit mit der Antoniusschule, die schon zahlreiche gemeinsame Projekte hervorbrachte.

 

Neues Ehrenmitglied des HVO.

Für Bernhard Keller hatte der OB noch eine besondere Überraschung parat: da dieser sich nun seit fast 20 Jahren in herausragender Weise als HVO-Vorsitzender engagiere, ernannte er ihn zum neuen Ehrenmitglied des Vereins.

Der 2. Vorsitzende Reinhold Winzer überreichte die entsprechende Urkunde. Auch Bernhard Keller hatte für den Rathaus-Chef ein Präsent parat: eine besonders gestaltete badische Fahne.

 

Der Jubiläumsabend war auch Anlass, das 25jähirge Bestehen der Trachtengruppe, einer Unterabteilung des HVO, zu feiern. Dies würdigte Gunter Udri, Vorsitzender der Bundes Heimat- und Volksleben in einer kurzen Ansprache, und überreichte Reiner Vogt einen handgeschnitzten Ehrenteller.

 

Kassenwart Stefan Kininger, der auch für die Historie des Vereins zuständig ist, hatte sich für den Jubiläumsabend ebenfalls besonders Mühe gemacht.

Aus seinem reichhaltigen Fundus an Fotografien aus der Vereins-Geschichte hatte er zwei große Schautafeln gestaltet, und mitgebracht. Mit zahlreichen Bilder und Erklärungen gaben sie einen Einblick in das Vereinsleben des letzten Jahrzehnte. Zudem hatte er ein Quiz vorbereitet, bei dem die Festgäste auf einem Zettel 10 Fragen zur Historie des Vereins beantworten konnten. „Wer sich die Schautafeln genauer ansah, konnte dort die Antworten zu den Fragen leicht finden.“ meinte Stefan Kininger.

Aus allen abgegebenen Zetteln wurden später dann drei ausgelost, die einen kleinen Preis gewannen.

 

Die Gäste des Jubiläumsabends wurden mit einem reichhaltigen Buffet verwöhnt, dazu gab es Live-Musik. Später gab es dann noch Gelegenheit, das Tanzbein zu schwingen.

 

Generalversammlung des HVO: Ambitioniertes Programm für 2018

Zu der diesjährigen ordentlichen Generalversammlung des HVO waren am vergangenen Freitag etwa 70 Mitglieder im Oberacherner Schützenhaus zusammen gekommen.

Die Versammlung wurde musikalisch eingeleitet von zwei Jung-Musikerinnen der „Harmonie Oberachern“. Danach folgte die offizielle Eröffnung durch den HVO-Vorsitzenden Bernhard Keller. Stadtrat Karl Früh sprach das Grußwort für die Gemeindevertretung. Ein weiteres Grußwort kam vom „Hausherren“, dem Oberschützenmeister Albert Eisele.

Bei der anschließenden Totenehrung erhoben sich alle Anwesenden von den Stühlen. Der Vorsitzende verlas die Namen der 13 Mitglieder, die seit der letzten Versammlung verstorben waren. Besonders erwähnte er den Verlust von Ehrenmitglied Herbert Vogt, dessen Wirken sich „wie ein roter Faden durch die letzten 50 Jahre HVO-Geschichte ziehe“, so Bernhard Keller.

Der Verstorbene fand auch eine besondere Würdigung in der bilderreichen PowerPoint- Präsentation, mit der Schriftführer Reiner Vogt die letztjährigen Aktivitäten von Arbeitsteam, Trachtengruppe und der AG Dorfgeschichte beleuchtete. Höhepunkt in diesem Rückblick war zweifellos die Neugestaltung der Aussichtsplattform auf dem Bienenbuckel.

Dies spiegelte sich auch im Kassenbericht von Stefan Kininger wider: ein Rekord-Umsatz von 108.000 €, das Aufbrauchen von gebildeten Rücklagen und der damit verbundene Rückgang im Kassenbestand um 12.800 € waren diesem gelungenen Großprojekt geschuldet. Die Kassenprüfer Armin von Heyl und Arno Haiss bescheinigten Stefan Kininger einmal mehr eine einwandfreie, und fehlerlose Kassenführung. Die Entlastung von ihm und der übrigen Vorstandschaft erfolgte daraufhin einstimmig.

Die anschließenden Wahlen gingen unter der Wahlleiterin Rosa Karcher schnell über die Bühne: der 2. Vorsitzende Reinhold Winzer, der Schriftführer Reiner Vogt, sowie die Beisitzer Michael Armbruster, Lucia Spinner und Dietmar Zink wurden einstimmig wiedergewählt. Beisitzer Hubert Schmidt schied auf eigenen Wusch aus dem Vorstand aus.

In seiner Vorschau auf 2018 nannte der 1. Vorsitzende die bereits begonnene, umfangreiche Flurbereinigung im Bereich Hansjakob-Weg, und die damit verbundene Erweiterung der dortigen Geburtsbaum-Allee. Diese soll dann im Frühsommer endgültig fertiggestellt sein, und feierlich der Stadt übergeben werden. Weitere Ziele in diesem Jahr sind die Anlage eines neuen Pflanzenbeetes im Rahmen des Schulprojektes und die Herausgabe eines neuen Wanderführers. Eine Herzensangelegenheit war dem Vorsitzenden die Aktion „1000 Mitglieder für den HVO“ zu der demnächst eine Werbeaktion starten soll. Schon im zurückliegenden Jahr war die Mitgliederzahl des Vereins von 722 auf 778 angestiegen, was hauptsächlich auf sein Initiative zurückzuführen ist. Dazu kommen noch die üblichen Aktivitäten, sowie zusätzlich ein Festbankett zum 90-jährigen Bestehen des Vereins. Bernhard Kellers Resümee: „Auch 2018 werden Müßiggang und Langeweile beim HVO Fremdwörter sein.“

Zum Schluss der Versammlung kamen die Vereinsjubilare zu ihren wohlverdienten Ehrungen: Albert Bauer, Siegfried Kininger und Anton Meier können auf stolze 60 Jahre Mitgliedschaft zurückblicken. Weiter neun Personen wurden für ihre 50-jährigen Vereinstreue geehrt. Schließlich wurden auch die Arbeitsteam-Mitglieder mit den meisten ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden besonders bedacht. Es waren dies der Vorsitzende Bernhard Keller selbst mit unglaublichen 555 Stunden, gefolgt von Eddy Klausmann (278) und August Schnurr (253).

Wie beim HVO üblich, wurde die Generalversammlung wieder mit einem hochwertigen Unterhaltungsprogramm bereichert. Diesmal hatte Elvis-Imitator Ralf Wolter seinen Auftritt. Er ließ den König des Rock´n Roll mit seinen größten Hits im Oberacherner Schützenhaus wieder auferstehen. Schnell hatte er mit seiner Elvis-Show das Publikum für sich begeistert, und durfte seiner viel umjubelten Darbietung noch einige Zugaben folgen lassen. Die HVO-Mitglieder konnten danach mit der Gewissheit nach Hause gehen: Elvis lebt – in Oberachern!

Die geehrten HVO-Mitglieder
Ralf Wolter bei seiner mitreißenden Elvis-Show

Nepomuk-Statue erstrahlt

Rechtzeitig zu Weihnachten wurde die Nepomuk-Statue vor dem Haus der ehemaligen Kistenmühle in Oberachern durch einen davor gesetzten Strahler  auch zu nächtlicher Stunde ins rechte Licht gerückt. Im vergangenen Jahr  war die Statue des Heiligen von Michael Armbruster, einem kunstfertigen Aktiven des Heimat- und Verschönerungsvereins Oberachern,  in mühevoller Kleinarbeit restauriert worden. Danach hatte sie auch ein schützendes Dach erhalten. 

Die Renovierung sowie das Dach verdankte die traditionsreiche Figur  Sponsoren wie Werner Rest, Hugo Gerber und Armin Ossola, nicht zuletzt dem Organisator des Projekts, Dr. Philipp Schindler-Harrer, der sich in der Region schon für die Erhaltung und Pflege von Kleindenkmalen sowie mit Baumstiftungen verdient gemacht hatte.  Die Sponsoren und Förderer des Projekts sind auf der Rückseite des Sockels verewigt. Die Idee zu dem Vorhaben kam dem Mediziner,  als er entdeckte, dass der Brückenheilige im vorigen Jahre 2017 von Michael Armbruster restauriert worden war. Die formschöne Gestaltung und sorgfältige Ausmalung der Beschriftung lag in Händen des Bildhauers Elmar Jokerst aus Achern-Wagshurst. 

Das Anbringen eines schützenden Dachs  hatte einst auch Bernhard Keller als Vorsitzendem des regen HVO am Herzen gelegen.  Sponsor Werner Rest war es nunmehr auch, der  auf Betreiben des Initiators dafür sorgte, dass die Statue auch zur Nachtzeit nicht zu übersehen ist. Hierfür hatten zuvor schwere Hindernisse aus dem  Sockel vor der Statue beseitigt werden müssen.

Oberacherner Advent 2017

Stefanie und Franz Lamm, das Saitenduo BRIMA, sowie Klaus Huber und Irene Merkel

Wie jedes Jahr am 1. Adventssonntag fand auch gestern wieder der beliebte "Oberacherner Advent" im Saal des Gemeindehauses "St. Bernhard" statt. Die Veranstaltung wurde vom HVO und dem Förderverein der Antoniusschule organisiert. Mehr als hundert Besucher kamen, um sich von Organisator Klaus Huber und SWR-Moderatorin Irene Merkel auf die beginnende Vorweihnachtszeit einstimmen zu lassen. Das bewährte Moderatorenduo verlas Gedichte, Geschichten und Anekdoten, mal heiter, mal nachdenklich und besinnlich, aber immer passend zum schönsten Fest des Jahres.

Sie wurden dabei musikalisch umrahmt von einer Bläsergruppe des Musikverein "Harmonie" sowie dem Duo "Brima" mit Marga Kern (Zither) und Brigitta Herzog (Hackbbrett), sowie Stefanie und Franz Lamm. Auch der Grundschulchor der Antoniusschule Oberachern unter der Leitung von Brigitte Schwarz-Fleury trug mit einigen Weihnachtslieder zum Gelingen der Veranstaltung bei. Zum Schluss durften sich alle Akteure über einen herzlichen Applaus der Besucher freuen. Die HVO-Vorstände Bernhard Keller und Reinhold Winzer bedankten sich bei den Künstlern mit Präsenten.

Der Förderverein der Antoniusschule, der für die stimmungsvolle Dekoration des Gemeindehauses gesorgt hatte, bot im Anschluss an die Veranstaltung wieder Glühwein, Tee, Gebäck und andere Leckereien an. Das HVO-Arbeitsteam übernahm den Auf- und Abbau der Bestuhlung.

 

2017: Drei-Tages-Ausflug des HVO in das böhmische Bäderdreieck

Ziel des diesjährigen 3-Tagesausfluges des Heimat- und Verschönerungsverein Oberachern war Pilsen und das westböhmische Bäderdreieck mit Marienbad, Karlsbad sowie Franzenbad. Mit einem großen Luxusbus von EURO TOURS Hugo Pfeifer – gefahren mit dem Busfahrer Ulrich Klose - startete die Gruppe frühmorgens in Oberachern und fuhr über Nürnberg in die „Hauptstadt des Bieres“ nach Pilsen.

Dort wurde in der Gaststätte der weltbekannten Brauerei Pilsner Urquell ein deftiges Mittagessen eingenommen und natürlich das gute Urquell genossen.

Weiter ging es dann in das westböhmische Heilbad Marienbad, wo einheimische Fremdenführer das wunderschöne Ambiente der Kuranlagen, der großzügigen Gebäude sowie Parkanlagen, der Gruppe näher brachten.

Nach einchecken im 4-Sterne- Hotel „Bohemia“ im Zentrum der Stadt genossen die Reiseteilnehmer dort ein vielfältiges Abendbuffet. Viele bummelten anschließend noch durch die Parkanlagen und ließen die berühmte „Singende Fontäne“ auf sich wirken.

Nach dem Frühstück begleitete die HVO-Gruppe den ganzen Tag eine einheimische Reiseleiterin mit viel Humor zunächst durch den märchenhaften Kaiserwald mit seinem Jagdschlösschen und den romantischen Blockhütten im Schweizer Stil. Heute steht dieses einmalige Wald- und Seengebiet unter Naturschutz. Nächster Halt war das Städtchen Ellenbogen. Auf einem riesigen Granitfelsen, der in einer Schleife von der Eger umflossen wird, erhebt sich eine prächtige Burg, zu deren Füßen sich der Ort schmiegt. Der weitläufige Marktplatz mit seiner Pestsäule ist malerisch. Schon Goethe liebte dieses Städtchen und feierte hier seinen 74. Geburtstag.

Weiter ging es nach Karlbad, dem weltberühmten Kurbad mit einer prächtigen Kolonnade, wunderschön restaurierten Prachtbauten und dem traditionsreichen Grand-Hotel Pupp. Bei einer weiteren Stadtführung konnte sich die Reisegruppe von der Großartigkeit der Gebäude, der Brunnen und romanischen Seitenstraßen überwältigen lassen. Karlbad ist das größte der westböhmischen Bäder und hat deshalb ein reichhaltiges Angebot an Lokalen, Cafes und schönen Geschäften, welches von der HVO-Gruppe reichlich frequentiert wurde. Auf Nebenstrecken ging es durch schöne Landschaften zurück nach Marienbad.

Der kleinste und jüngste Kurort im Bäderdreieck Franzenbad stand am letzten Tag auf dem Programm. Neoklassizistische Prachtbauten prägen das Kurzentrum umgeben von großzügigen Parkanlagen. Alle drei Bäder haben eins gemeinsam: hier waren aufgrund des bekannten und wirksamen Heilwassers Kaiser, Könige, Politiker, Künstler, Musiker und ganz normale Bürger zu Gast und alle kamen immer wieder.

Nach Käufen von einheimischen Produkten wie Karlsbader Oblaten und Becherovka Likör wurde die Heimreise angetreten. Ein üppiges Mittagessen fand abschließend in einem guten bayrischen Wirtshaus statt.

Nach 18 Uhr wurde im Bus dem Ergebnis der Bundestagswahl gelauscht und die Hochrechnungen heiß diskutiert. Gegen 20 Uhr waren alle wieder wohlbehalten in Oberachern. Drei interessante Tage mit vielen unvergesslichen Eindrücken bleiben den Reisteilnehmern in guter Erinnerung. Und wieder hatte der HVO das berühmte Wetterglück bei seinen Ausflügen: kein Regen, angenehme Temperaturen und viel Sonnenschein. Diese Reise war die sechste, die der HVO-eigene Reisleiter Christian Baumann organisiert hat. Und es wird bestimmt nicht die letzte sein.